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Mittelspecht

Dendrocopos medius

Foto: Mittelspecht
Gewichte und Maße
Länge von 20 bis 22 cm
Gefährdungsstatus
Nicht gefährdet
Beschreibung des Tieres
Der Mittelspecht (Dendrocopos medius) ist eine Vogelart aus der Familie der Spechte (Picidae), die in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet ist. Dieser mittelgroße Specht bewohnt vorwiegend Laub- und Mischwälder, wobei er eine besondere Vorliebe für Eichenwälder zeigt. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Spanien und Portugal im Westen bis hin zum Iran im Osten, wobei er in nördlichen Regionen wie Skandinavien fehlt.
Das Erscheinungsbild des Mittelspechts ist durch sein kontrastreiches Federkleid gekennzeichnet. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 20 bis 22 cm und ein Gewicht von circa 50 bis 80 Gramm. Sein Rücken ist überwiegend schwarz mit weißen Flecken oder Streifen, während die Unterseite weiß bis hellgrau gefärbt ist. Auffällig ist der rote Fleck am Hinterkopf, der bei Männchen größer ist und sich bis auf den Nacken erstrecken kann, während er bei Weibchen kleiner bleibt. Jungvögel ähneln den adulten Tieren, haben jedoch oft eine weniger kontrastreiche Färbung.
Der Mittelspecht ernährt sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven, die er geschickt aus der Rinde oder dem Holz von Bäumen pickt. Seine Nahrungssuche erfolgt überwiegend an Stämmen und größeren Ästen, wobei er mit seinem kräftigen Schnabel in die Rinde hackt, um an seine Beute zu gelangen. Neben Insekten frisst er gelegentlich auch Baumsäfte, Früchte und Samen.
Die Brutzeit des Mittelspechts beginnt in der Regel im April oder Mai. Das Nest wird in die weiche, morsche Rinde von Bäumen gehauen, wobei beide Geschlechter beim Aushöhlen der Bruthöhle beteiligt sind. Die Innenseite der Höhle wird mit Holzspänen ausgelegt, auf denen das Weibchen 4 bis 7 Eier legt. Beide Elternteile brüten die Eier aus und kümmern sich um die Fütterung der Jungvögel, bis diese nach etwa 20 bis 24 Tagen flügge werden.
Der Mittelspecht ist in seinem Bestand nicht gefährdet, jedoch können Lebensraumverluste durch intensive Forstwirtschaft und die Beseitigung alter Bäume mit geeigneten Brutplätzen lokale Populationen beeinträchtigen. Schutzmaßnahmen konzentrieren sich daher auf die Erhaltung und Wiederherstellung alter Laub- und Mischwälder sowie die Belassung von Totholz, um geeignete Lebensräume für diese und andere Spechtarten zu sichern.
Insgesamt ist der Mittelspecht ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit und ökologische Bedeutung von Spechtvögeln in europäischen Wäldern. Durch seine spezialisierte Lebensweise trägt er zur Gesundheit der Wälder bei, indem er Schädlinge reduziert und durch das Hacken von Bruthöhlen Lebensräume für andere Tierarten schafft.
Verbreitungskarte
Foto: Mittelspecht - Vorkommen
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